Sex sells – wissenschaftlich
Februar 20th, 2009 — AKQUISE-scout Alexander E. Schröpfer - Mehr Umsatz und neue Kunden durch Akquisition, Marketing, CoachingGefunden beim Wortgefecht
Sexualisierte Darstellungen beeinflussen die Wahrnehmung. (stock.xchng)
Die Binsenwahrheit «Sex sells» wurde nun auch von einer Studie der Universität Princeton untermauert. Sozialpsychologen der Universität legten für diese Studie heterosexuellen Männern Fotos von Frauen und Männern vor, die als Portrait, als kopfloser Körper mit vollständiger Bekleidung oder in Badekleidern abgebildet waren. Dabei beobachteten sie, wie sich die Gehirnströme der Männer veränderten und überprüften die Fähigkeit zur Erinnerung. Offenbar objektivieren Männer Frauen tatsächlich bevorzugt über sexualisierte Darstellungen.
Im Test behielten die Männer die Abbildungen von Frauen in Bikinis am besten im Gedächtnis, auch wenn sie diese zuvor nur zwei Zehntelsekunden lang gesehen hatten. Mehr Aufschluss lieferte die funktionelle Magnetresonanztomographie. Im Gegensatz zu den anderen Bildern lösten die Bikini-Bilder Aktivität in denjenigen Gehirnregionen aus, die für manipulierbare Objekte und für den Werkzeuggebrauch zuständig sind. Regionen für gegenseitiges Einfühlungsvermögen und Verständnis blieben hingegen wenig genutzt.
Die Frau als Objekt
Männer nehmen also Frauen, die in einem sexualisierten Kontext abgebildet werden, kaum als Personen mit eigenen Wünschen und Absichten wahr. Solche Bilder haben also eine andere, stärkere Wirkung als solche, die nicht in einen solchen Kontext eingebettet sind. Laut der Leiterin der Studie, Susan Fiske, beeinflussen solche Darstellungsformen den sozialen Umgang. Dies sei auch von früheren Studien über die Wirkung von Bildern bei der Behandlung von Frauen in Bewerbungsgesprächen bewiesen worden.
Gerade die Werbung wurde in den letzten Jahrzehnten massiv sexualisiert. Dass dies nicht ohne Nebenwirkung bleibt, liegt auf der Hand. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass besonders das gesundheitliche Wohlergehen und die psychosoziale Entwicklung junger Mädchen davon betroffen sind. Ein kritischere Selbstreflexion könnte der Branche hier nicht schaden.
Und die Frauen?
Die Frage nun, wie Frauen ihrerseits Männer objektivieren, blieb noch offen. Eine entsprechende Studie sei jedoch in Vorbereitung. Mehr über die aktuelle Studie gibt es hier als Podcast (mp3, 4.6MB) des «Scientific American».
Quellen: guardian, pte
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